Therapieangebot 06
Online-Therapie bei Alkohol- und Suchtproblemen
Problematischer Konsum entsteht nicht aus Charakterschwäche. Alkohol, Medikamente oder andere Substanzen übernehmen häufig eine Funktion – etwa Anspannung zu dämpfen, Gefühle auszuhalten oder für kurze Zeit abschalten zu können.
Erstgespräch anfragenMögliche Anzeichen
Wenn Konsum zunehmend die Kontrolle übernimmt
Die Grenze zwischen Gewohnheit, riskantem Konsum und Abhängigkeit ist nicht immer leicht zu erkennen. Ein ehrlicher Blick ist möglich, ohne Sie zu beschämen oder vorschnell festzulegen.
- häufigerer oder größerer Konsum als ursprünglich geplant
- wiederholte erfolglose Versuche, weniger zu konsumieren
- Verheimlichen, Bagatellisieren oder gedankliche Beschäftigung mit Konsum
- Konflikte in Beziehung, Familie oder Beruf
- Konsum zur Beruhigung, zum Schlafen oder gegen Einsamkeit
- Rückfälle nach Phasen der Abstinenz oder Kontrolle
Einordnung
Die Funktion hinter dem Konsum verstehen
Nachhaltige Veränderung wird wahrscheinlicher, wenn wir nicht nur die Menge betrachten. Wir untersuchen, wann das Verlangen entsteht, welche Gefühle oder Situationen vorausgehen und welche kurzfristige Wirkung der Konsum verspricht.
Daraus entsteht ein persönliches Erklärungsmodell: Auslöser, Erwartungen, Gewohnheiten, soziale Zusammenhänge und Folgen werden sichtbar. Gleichzeitig klären wir ehrlich, welches Veränderungsziel fachlich vertretbar und für Sie tragfähig ist.
Therapeutische Arbeit
Veränderung ohne Moralismus
Wir stärken Motivation, entwickeln konkrete Alternativen für Risikosituationen und bereiten den Umgang mit Verlangen und Rückfällen vor. Rückfälle werden nicht als endgültiges Scheitern behandelt, sondern ausgewertet, damit die nächste Entscheidung besser vorbereitet ist.
Bei körperlicher Abhängigkeit kann ein abrupter Entzug gefährlich sein und gehört in ärztliche Behandlung. Online-Psychotherapie ersetzt keine medizinisch notwendige Entgiftung oder stationäre Versorgung; sie kann diese jedoch vorbereiten oder die weitere Stabilisierung begleiten.
Häufige Fragen
Was Sie vielleicht noch wissen möchten.
Muss ich bereits abstinent sein?
Nicht für ein erstes klärendes Gespräch. Das weitere Vorgehen hängt von Substanz, Konsummuster, körperlichen Risiken und Ihrem Ziel ab. Bei medizinischen Entzugsrisiken ist ärztliche Unterstützung erforderlich.
Erfahren Krankenkasse oder Arbeitgeber davon?
Die Behandlung erfolgt als Selbstzahlerleistung. Ich unterliege der Schweigepflicht. Über konkrete Grenzen und gesetzliche Ausnahmen informiere ich Sie transparent.
Was geschieht bei einem Rückfall?
Wir analysieren ohne Beschämung, welche Auslöser und Entscheidungen beteiligt waren. Daraus entwickeln wir einen konkreteren Schutzplan. Bei akuter Gefährdung oder schwerer Abhängigkeit wird zusätzliche Hilfe einbezogen.
Erster Schritt